Sonntag, 6. Mai 2012

Oder halt doch nicht.

Ich bin in letzter Zeit hin- und hergerissen. In so ziemlich allem, was ich tue. Ich weiß nicht, woher diese Motivation Mitte April herkam, wieder mit dem Bloggen anzufangen. Beziehungsweise - eigentlich weiß ich es schon - nämlich nicht von mir.

Jetzt ist sie jedenfalls wieder weg. Und ich habe nicht das Gefühl, dass sie noch einmal wiederkommen wird. Wirklich verfassen wollte ich nur den Kony-Post. Das über Träume stand halt gerade im Raum und um mich weiter vorm Lernen zu drücken, habe ich es halt in den Blog geschrieben - war ja immerhin schon recht lange her, dass ich das letzte Mal etwas gepostet habe. Und sieh an - gerade der Post über Kony findet kaum Anklang. Ich fürchte, dass ein Blog wirklich nicht das richtige Medium für mich ist. Klar, der Blog sollte in erster Linie für den Blogger selbst sein, egal, was die Leser so denken. Aber warum postet man, wenn man kein Feedback will? 

Das ist nicht als Vorwurf zu verstehen, dass ihr Leser zu wenig kommentiert und auf die Reaktionsbuttons gedrückt habt. Das habt ihr nämlich sehr wohl - nur halt gerade nicht bei den Posts, bei denen ich es mir besonders gewünscht hätte. Der Blog konnte meine Erwartungen im Endeffekt nicht erfüllen. Er war in der Anfangsphase sehr wichtig, um meine Gedanken irgendwie zu kanalisieren. Die Zeit ist aber vorbei. Was jetzt bleibt, sind irgendwelche gezwungenen Posts, die man sich auch locker hätte sparen können. Dafür will ich das alles hier definitiv nicht länger aufrecht erhalten.
 
Das war es jetzt wirklich. Keine Posts mehr. Verabschiedet habe ich mich ja schon, das wiederhole ich an der Stelle nicht noch einmal.

Macht's gut,

Redhead.


... den Blog an sich werde ich aber nicht löschen. Die Texte, die ich hier so geschrieben habe, möchte ich noch behalten und ich denke, dass sie hier einen ganz guten Platz gefunden haben. Auch, wenn die Sammlung nicht noch weiter ergänzt werden wird.

Dienstag, 1. Mai 2012

Träume.

Was sind Träume? Wo liegen unsere tiefsten Wünsche? Werden sich unsere Träume jemals erfüllen?

Ich glaube, der Mensch ist von Natur aus ein träumerisches Wesen. Da kann man sich noch so realistisch-pessimistisch stellen. Am Ende gibt es doch immer etwas, das uns die Nächte versüßt. Dieser eine Ort, an dem wir unbedingt mal sein wollen, die Häuser, die wir uns von dem Geld kaufen, das wir in unserem Top-Job mal verdienen.

Längst nicht jeder Traum geht in Erfüllung. Wäre das der Fall, wäre ich jetzt der deutsche 2Pac und hätte schon einen Studienplatz in Paris reserviert, denn Französisch könnte ich dann ja auch fließend und nicht nur "Der Junge/Mann läuft/isst/schwimmt." Nicht sonderlich schwer wäre es, die Gründe dafür zu finden, warum all dies nicht geklappt hat. Manche unserer Wünsche müssen wir eben aufgeben. Meistens weil sie völlig unrealistisch sind und wir entdecken, dass viel zu viel Arbeit dahinter steckt, all das zu verwirklichen. 

Doch manche Träume lassen einen nicht los. So sehr man sich auch einredet, dass das alles eine dumme Idee wäre - man bleibt immer wieder bei denselben Gedanken, bei denselben Bildern hängen. Und ist es dann nicht die Frage wert, ob man es nicht doch versuchen sollte? Einfach mal alle Sicherheiten vergessen und seine Träume jagen, bis sie sich erfüllen? 

Wer weiß - vielleicht klappt es nicht. Vielleicht ende ich an einem Ort, an dem ich keinen Moment länger bleiben will, doch muss, weil ich mir alle Alternativen verbaut habe. Vielleicht löst sich mein Traum in Luft auf. Vielleicht finde ich aber auf dem Weg etwas Neues, das mir am Herzen liegt und nachdem es sich zu streben lohnt. Und vielleicht - ja, vielleicht, erfüllt sich der Traum sogar.

Viele Menschen nehmen ihre Träume nicht wahr. Sie haben Angst, zu scheitern. Oder noch schlimmer - ihre Träume erfüllen sich und danach bleibt nichts mehr, wonach sie streben könnten. Zu vielen ist es das Risiko nicht wert, zu versuchen, etwas aus ihrem Leben zu machen. Dort raus zu gehen und eine Route einzuschlagen, die sie entweder ins Paradies oder zu völliger Enttäuschung führen wird.

Doch warum? Sind wir wirklich dafür geboren, bis ans Lebensende einfach nur ein weiteres Rad im Getriebe zu sein? Sicherlich scheint es auf den ersten Blick verlockend, mitzuspielen. Seinen Teil dessen abzuleisten, was wir heute als Gesellschaft bezeichnen. Nur was wären wir ohne Träume? Was wäre, wenn wir jeden Tag einschlafen würden mit der Gewissheit, dass morgen und den Tag danach und den danach alles genau so bleiben wird, wie es jetzt ist. Solange wir nicht träumen, solange wir nicht versuchen, einen Teil dessen, was wir uns ausmalen, zu erfüllen, kann sich unsere Lage nicht verbessern.

Es sind unsere Träume, die unser Leben erst lebenswert machen. Sie sind es, die uns am Leben halten.