Die Welt ist schon ein verrückter Ort. Nie kommt man hier zur Ruhe. Irgendwas ist immer, das einem die Laune vermiesen kann. Mit irgendwem hat man immer Streit. Mal mehr, mal weniger.
Doch eigentlich ist das doch gar nicht so schlimm, oder? Gäbe es keinen Regen, würde man die Sonne nicht schätzen. Es wird immer einen Tag geben, an dem die Problemchen, über die man sich heute noch den Kopf zerbricht, einfach verschwunden sind. Zwar sind dann Andere an ihre Stelle getreten, doch wäre uns doch im Moment nichts lieber, als wenn sich sich alle unsere momentanen Scherereien einfach in Luft auflösten. Und es ist doch eine ziemlich angenehme Vorstellung, zu wissen, dass das auch irgendwann so sein wird, oder?
Also warum die Achterbahnfahrt, in die wir geworfen worden, nicht einfach mal genießen? Wenn wir Streit mit einem guten Freund haben, dann doch nur, weil er uns viel bedeutet. Und anders herum. Wenn das nicht der Fall wäre, wäre man sich egal, würde man doch einfach sagen "Ach, sei doch ruhig" und alles hätte sich erledigt. Wenn wir mit jemandem wirklich Streit haben, dann nur, weil beide insgeheim wollen, dass das Verhältnis zueinander wieder besser wird und sie sich über nichts mehr aufregen müssen, was der Andere tut.
Wenn Freundschaften zerbrechen, dann, weil die Personen ohnehin nicht zueinander gepasst haben. Kumpels kommen und gehen, nur ganz wenige bleiben. Momente des Zwists sind diese, die darüber entscheiden, wer auch weiter den eigenen Weg begleiten wird und wer nicht. Und - so traurig das jetzt vielleicht klingen mag - diejenigen, die man am Ende nicht mehr sieht, waren es eh nicht wert.
Was zählt, ist man selbst. Die Anderen werden mit einem klarkommen, oder eben nicht. Und wenn sie wirkliche Freunde sind, dann ändert auch eine Phase des Sich-aus-dem-Weg-gehens nichts daran.
Ich bin kein Philosoph, sondern nur ein Junge, der gerade seinen Optimismus wiedergefunden hat.
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