Ich habe gerade einen Song gefunden, der meinen Post von gestern noch einmal wunderbar unterstreicht. Genetikk sind übrigens zwei Rapper aus dem Saarland. Man weiß kaum etwas über sie, außer, dass sie zusammen auf einer deutsch-französischen Schule waren und ihre Jugend zum Teil in den Vororten von Paris verbracht haben. Der Rapper - Karuzo - ist zur Hälfte Sizilianer und studiert im Moment nach eigener Aussage nebenbei Jura. Das zweite Mitglied - Sikk - ist für die Beats zuständig. Über ihn ist noch weniger bekannt, er ist der Mann mit der Affenmaske (zu sehen bei 0:57).
"Sorry" spricht genau das an, was ich auch gestern zum Ausdruck bringen wollte - man ist niemandem etwas schuldig. Musiker geben normalerweise ihr ganzes Privatleben? Na und - Genetikk halt nicht. Auch die Frage, warum das überhaupt so interessant ist, alles über Andere zu erfahren, finde ich sehr passend beantwortet - eigentlich will man nur von sich selber ablenken. Es ist nahezu unmöglich, sich einem Menschen komplett zu öffnen. Von Anderen erwartet man das aber nur allzu häufig, Gedankenlesen als ewiger Traum.
Aber genug geredet, hört euch das Ding einfach mal an. Ich kann nicht versprechen, dass es euch gefällt. Gerade soundtechnisch sind die Jungs nicht unbedingt massentauglich. Vielleicht findet ihr ja aber trotzdem Gefallen daran. Einen Versuch wäre es aber auf jeden Fall wert.
"Was soll das bringen - euch erzählen, was mich nachts beschäftigt?
Damit euer Scheiß-Leben nicht so beschissen klingt, wie's in echt ist?
Damit es perfekt ist und eure Plastik-Welt steril bleibt?
Euer Mitleid will ich noch nicht mal geschenk, nein, ihr tut mir Leid!"
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